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Robert Volkmann (06.04.1815 - 29.10.1883)
Robert VolkmannDer Ehrenbürger und berühmte Komponist Friedrich "Robert Volkmann" erblickte am 6. April 1815 das Licht der Welt in Lommatzsch im Haus Kirchplatz Nr. 7. Er stammte wie viele berühmte Musiker aus einer Kantorenfamilie.

Friedrich August Gotthelf Volkmann, der Vater des Komponisten, war Kantor und Lehrer in Lommatzsch. Das musikalische Talent der Söhne Moritz und Robert wurde frühzeitig erkannt, gefördert und gefordert. Robert sang gerne, erhielt Klavier-und Orgelunterricht beim Vater und zusätzlich beim Stadtmusiker Friebel Unterricht auf Violine und Cello - seinem Lieblingsinstrument. Bereits mit 9 Jahren entstand seine erste Komposition, mit 12 Jahren begleitete er den Gemeindegesang an der Orgel, spielte in den Proben Partitur oder sang Sopransolo.

Auf Verlangen des Vaters sollte Robert Lehrer werden. Mit 17 Jahren ging er nach Freiberg zunächst ans Gymnasium, später zum Lehrerseminar.

Leider verstarb sein Vater kurz darauf frühzeitig. Der Freiberger Musikdirektor A. F. Anacker unterstützte Volkmanns Wunsch Komponist zu werden. Volkmann zog nach erfolgreichem Abschluss der Lehrerausbil-dung nach Leipzig und nahm bei C.F. Becker, dem Organisten der Nikolaikirche, Privatunterricht in Gesang, Musikgeschichte, Harmonie- und Kompositionslehre.

Sein weiterer Lebensweg führte ihn über Prag nach Pest (heute Budapest)in seine Wahlheimat Ungarn. Ab 1854 lebte Volkmann in Wien, ohne jedoch den erhofften (finanziellen) Erfolg zu erzielen. Deshalb kehrte er 1858 wieder nach Budapest zurück, um dort den Rest seines Lebens zu verbringen. In den 1860er Jahren erfreute er sich wachsender internationaler Anerkennung und schuf viele seiner bedeutendsten Werke. Seit etwa 1870 komponierte er kaum noch. 1875 wurde Volkmann schließlich Professor für Komposition an der Landesakademie in Budapest, ein Amt, das er bis zu seinem Tode innehatte.

Johann Carl Erdmann Menzel
(* 7. Januar 1844 in Sorau, Schlesien; †8. Juni 1923 in Lommatzsch) war ein deutscher Unternehmer. Er gilt als Begründer der Glasherstellung in Lommatzsch.
Er errichtete nach langjähriger Tätigkeit in der Glasproduktion 1897 eine eigene Glasfabrik namens „Carlswerk“ in Lommatzsch. Das „Lommatzscher Glas“ wurde bald international hoch geschätzt. 1917 wurde Carl Menzel Kommerzienrat und 1920 Ehrenbürger der Stadt Lommatzsch. Später wurde eine Straße im Ort nach ihm benannt.

Gerhard Menzel
(* 4. Dezember 1911 in Lommatzsch; † 20. September 1997 in Braunschweig) ist ein Enkel von Carl Menzel und Unternehmer in der Glasindustrie.
Er folgte der Familientradition und wurde auch in der Glasbranche tätig. 1945 machte er sich in Braunschweig selbstständig. Nach dem 2. Weltkrieg war er so erfolgreich, dass er zum Mittelständler aufstieg. "Menzel Glas" wurde zu einem Begriff. 1955 eröffnete er eine Werksanlage in Braunschweig.
Er blieb seiner Heimatstadt Lommatzsch aber weiterhin treu und förderte sie unter anderem durch hohe Spenden. Als Dank und zur Würdigung seiner Verdienste wurde ihm 1994 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Lommatzsch zuerkannt.
Am 20. September 1997 verstarb Gerhard Menzel im Alter von 86 Jahren in Braunschweig.

Terence Hill,
Terence Hillsein richtiger Name lautet Mario Girotti, wurde am 29. März 1939 als Sohn des italienischen Pharmazeuten Massimo Girotti und dessen Frau Hildegard, Tochter des Lommatzscher Glasfabrikanten Thieme, in Venedig geboren. 1943, als der Krieg nach Italien kommt, geht die Familie nach Deutschland, Mario erlebt die Vernichtung Dresdens: "Ich sehe noch den brennenden Himmel über der Stadt."
Es folgt ein unbeschwerter Lebensabschnitt in Lommatzsch: "Die beste Zeit meines Lebens. Die vielen Freunde und die Natur, ich weiß es noch wie heute."
1947 geht Familie Girotti-Thieme nach Rom, er studiert später Philosophie und jobbt nebenbei als Komparse beim Film. Anfang der 60er Jahre wird Regisseur Horst Wendlandt auf ihn aufmerksam und engagiert ihn für vier Karl-May-Verfilmungen. Der Beginn einer großen Schauspielerkarriere... .

"Ich bin in Lommatzsch aufgewachsen und ich bin stolz darauf!"
Diese Worte sagte Terence Hill, als er am 12. März 1995 nach 50 Jahren das erste Mal wieder die Stätte seiner Kindheit besuchte. Tausende Lommatzscher und Gäste jubelten ihm bei seiner Ankunft auf dem Marktplatz zu. Ausgangspunkt dieser Reise war eine verlorene Wette bei Thomas Gottschalks Sendung "Wetten daß...?!". Als Gegenleistung bot er an: Ich werde die kleine, sächsische Stadt Lommatzsch besuchen, in der ich als Kind einige Jahre lang gelebt habe, und den Kindern dort einige Stunts aus der Filmpraxis zeigen.

Rudolf Martick
Rudolf Martick Der Stadtrat und die Bürgermeisterin ernannten Herrn Rudolf Martick am 4. Dezember 2007 zum Ehrenbürger der Stadt Lommatzsch. Diese höchste Auszeichnung der Stadt wird an Bürger verliehen, die sich in herausragender Weise um das Wohl und das Ansehen unserer Kommune verdient gemacht haben.

Herr Rudolf Martick prägte das Musik- und Kulturleben von Lommatzsch in den vergangenen knapp 60 Jahren auf einzigartige Weise. Seine besonderen Verdienste bestanden vor allem in der Bewahrung und Verbreitung des Liedgutes des Lommatzscher Komponisten Robert-Volkmann und in seiner 45-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit im Robert-Volkmann-Chor. Unter seiner musikalischer Anleitung entwickelte sich dieser Chor zum bedeutsamsten vierstimmigen Chor in der Lommatzscher Pflege und des Landkreises Meißen. Rudolf Martick schuf für ihn viele hundert oft umfangreiche Arrangements, recherchierte nach dem Liedgut von Robert Volkmann und bearbeitete dieses für die Chorfassungen seines Chores.

Jede freie Minute widmete Rudolf Martick der Musik! Schon als kleiner Junge hatte ihn das Klavierspiel begeistert. Der Sohn eines Stellmachers, der am 8. Oktober 1923 in Lommatzsch geboren wurde, brachte sich zunächst das Klavierspiel autodidaktisch bei. Erst später erhielt er Unterricht. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft übernahm Rudolf Martick 1949 die Klavierbegleitung des ein Jahr zuvor gegründeten Männerdoppelquartetts, der - heute noch als legendär bezeichneten - "Keppritzbachtaler". Doch das Notenmaterial nach dem Krieg war rar. So erstellte Rudolf Martick in zeitraubender Arbeit selbst über 70 Arrangements für das vierstimmige Quartett. Die vielen Auftritte der "Keppritzbachtaler" brachten nicht nur volle Häuser, sondern trugen vor allem den Namen der Stadt Lommatzsch weit ins Land hinaus. Im Oktober 1955 gründete Rudolf Martick das Robert-Volkmann-Orchester Lommatzsch. Mit 98 Auftritten bis zum Jahr 1963 bereicherte dieses Orchester das Kulturleben unserer Stadt. Über 100 selbst arrangierte Musiktitel schuf Rudolf Martick in dieser Zeit. Von Ende der 1950er Jahre bis zum Jahr 2003 engagierte er sich auch mit großem zeitlichen Einsatz für den Volkschor Lommatzsch, später Robert-Volkmann-Chor. Bei jedem wöchentlichen Übungsabend und bei jedem öffentlichen Auftritt begleitete er die Chormitglieder. Dies verlangte von seiner Familie ein hohes Maß an Verständnis für seine Tätigkeit und viel familiäre Unterstützung, zumal der Vater zweier Söhne und einer Tochter auch beruflich stark beansprucht war. Nach einer Lehre als Technischer Zeichner, arbeitete er nach dem Krieg im Stahlwerk Riesa als Lehrausbilder. Ende der fünfziger Jahre wechselte er als Technischer Zeichner und Konstrukteur in die Flugzeugwerft, später VEB Carl-Zeiss Jena, Betriebsteil Lommatzsch.
Musikalisch beschritt Rudolf Martick mit 68 Lebensjahren noch einmal neue Wege. Gemeinsam mit fünf Sängern des Robert-Volkmann-Chores gründete er eine Männergruppe. Mit ihren Unterhaltungsliedern aus den 1920er und 1930er Jahren erfreuten sie bei vielen Auftritten des Chores das Lommatzscher Publikum. Wiederum schrieb Rudolf Martick das umfangreiche Notenmaterial selbst.

Dieses lebenslange Wirken von Rudolf Martick zur Förderung und Vermittlung von Musik in unserer Stadt Lommatzsch verdient allerhöchste Anerkennung.