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Partnerschaftstreffen Lommatzsch / Weissach in der Oberlausitz
Oberlausitz? Ja, wo liegt denn das werden sich viele fragen? Die Oberlausitz liegt im östlichsten Zipfel Deutschlands, im Dreiländereck. Im Osten liegt Polen, im Süden die Tschechische Republik und im Norden liegt der Spreewald. Interessant ist, dass dort seit alters her die Sorben siedeln. Ein slavischer Volksstamm, mit eigener Kultur und eigener Sprache, die für unsere Ohren polnisch klingt aber doch kein polnisch ist.
Die Landschaft ist leicht hügelig, wenig bewaldet und mit etlichen vulkanischen Kraterbergen garniert.
Das schönste sind jedoch die beiden Städte Bautzen (Budyšin) und Görlitz (Zgorzelec), die sich ihren mittel-alterlichen Reiz bewahren konnten. In diese schöne Landschaft und Städte lud uns Weissacher das Partner-schaftskomitee aus Lommatzsch in diesem Jahr zu einem gemeinsamen Wochenende ein.
Am Freitag, dem 27.08., starteten 18 Weissacher mit Henry Adam aus Marly bereits um 6 Uhr in Richtung Kleinwelka bei Bautzen. Die Überraschung war echt gelungen, hatten doch die Lommatzscher ein leckeres Kuchenbuffet zur Begrüßung aufgebaut. Das schönste war, dass gerade zu diesem Zeitpunkt die grauen Re-genwolken aufrissen und die Sonne zu scheinen begann.
Nach der herzlichen Begrüßung wurde der Saurier-Park von Kleinwelka besichtigt. Ist schon beeindruckend, wenn man einem Dinosaurier oder Prontosaurus-Rex in leibhaftiger Größe gegenüber steht.
Dem Schaffer der Plastiken war wohl ein Gartenzwerg für seinen Garten zu klein. So fing er in den 70-iger Jahren an, aus Rundeisen, Maschendraht und Beton diese gewaltigen „Urviecher“ im Maßstab 1:1 zu schaf-fen.
Im Anschluss daran besichtigten wir das Stasi-Gefängnis, von den inhaftierten politischen Häftlingen als das „Gelbe Elend“ bezeichnet. Die bedrückende Stimmung ergriff jeden von uns beim Anblick der finsteren, muf-figen Zellen. Die Dokumentationen und die sachlichen Ausführungen der Führerin veranschaulichten die Lebensbedingungen der Häftling und deren Hilflosigkeit. Wir waren froh, als die Führung beendet war.
Am Samstag waren zwei Stadtführungen geplant. Beginnend mit Bautzen am Vormittag und Görlitz am Nachmittag. Beide Städte sind ein Kleinod mittelalterlicher Baukunst. Da beide Städte an der alten Handels-strasse „Via Regia“ lagen, schufen sich die wohlhabenden Kaufleute repräsentative Häuser, gewaltige Kir-chen und trutzige Wehranlagen mit etlichen Türmen und dicken Mauern.
Görlitz präsentiert mehr den Baustil der Gründerzeit mit etlichen Jugendstilvillen.
In Görlitz wurde gerade das Mittelalterfest gefeiert, so dass die ganze Stadt mit allerlei fahrendem Volk be-völkert war, die lautstark ihre Spezereien anpriesen.
An der Neiße sahen wir noch die Folgen des Hochwassers, das den Ort eine Woche zu vor heimsuchte.
Am Sonntagmorgen wurde zur Heimreise gerüstet. Doch noch vor dem Abschied besuchten wir den sorbi-schen Friedhof in Rosenthal und das „Kloster Marienstern“ in Panschwitz-Kukau, in welchem noch 16 Zister-zienserinnen ihren Dienst versehen. Nach einem leckeren Mahl im Gewölbekeller des Klosters traten wir die Heimreise an.
Wir danken von ganzem Herzen unseren Lommatzscher Freunden, die uns so ein schönes, erlebnisreiches Wochenende ermöglicht haben. Unser Dank gilt ganz besonders den Organisatoren dieses Wochenendtref-fens, die keine Mühe gescheut hatten uns so einen tollen Aufenthalt zu ermöglichen.
Wir alle haben wieder eine wunderschöne „Ecke“ unserer deutschen Heimat kennen und lieben gelernt und sind uns bei angenehmen Gesprächen wieder ein Stück näher gekommen.
Für das Partnerschaftskomitee G. Russ
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Eintrag vom 25.07.2011 09:39
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