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Erläuternde Worte zur Bekanntmachung „S 85 Umbau des Knotenpunktes Döbelner Straße/Königstraße in Lommatzsch, hier: Vorarbeiten auf Grundstücken – Vermessung“

In den letzten Lommatzscher Nachrichten vom 16. April 2010 informierte das Straßenbauamt Meißen-Dresden unter der oben genannten Überschrift über anstehende Vermessungsarbeiten.
Im Artikel „Auf ein Wort“ versuchte die Bürgermeisterin den schwierigen Text einfach zu erläutern. Trotzdem kam es im Nachgang bei einigen Bürgern zu Fragen, die wir nun beantworten möchten.

1. War der Umbau des Knotenpunktes Döbelner Straße/Königstraße eine Forderung der Bürger der Königstraße in ihrer Petition?
Antwort: Nein. Die Anwohner forderten in ihrer Petition die Geschwindigkeit auf 30 km/h herunter zu setzen und die Durchfahrt für LKW´s auf 7,5 t zu beschränken. Hintergrund war die Lärmbelastung der Anwohner und die Gefährdung des Fußgängerverkehrs.

2. Warum wird die Vermessung in Angriff genommen?
Antwort: In einer Erörterung der genannten Petition mit der Landesdirektion Dresden, dem Landratsamt Meißen, dem Straßenbauamt Meißen-Dresden, der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde am 14. April 2010 wurde klar gestellt, dass beide Forderungen aus Gründen des Verkehrsrechts nicht umsetzbar sind. Aber: Die Gefährdungslage und Unübersichtlichkeit des Kreuzungsbereiches Döbelner Straße/Königstraße wurde durchaus anerkannt. Bereits in einer sehr frühen Vorortberatung mit den genannten Ämtern im Jahr 2006 wurde auf das gleiche Problem aufmerksam gemacht. Das Straßenbauamt Meißen-Dresden sucht nun nach Lösungsmöglichkeiten, um zumindest die fußläufige Gefährdung in diesem Bereich zu vermindern. Die Vermessung ist die Grundlage für zukünftige Planungen baulicher Veränderungen.

3. Wird die Kreuzung so erweitert, dass noch mehr Verkehr durch die Königstraße rollt?
Antwort: Ziel der Überlegungen ist keine Vermehrung des Verkehrs, sondern die Verringerung der Gefährdung für die Fußgänger sowie der Lärmbelastung durch ständiges Halten und Anfahren der LKW´s. Aus diesem Grund geht das Straßenbauamt Meißen-Dresden auch zweistufig vor. Der erste Schritt ist die Vermessung und die Prüfung eventueller baulicher Maßnahmen. Der zweite Schritt, der parallel durchgeführt wird, ist eine Verkehrsuntersuchung. In der Verkehrsuntersuchung werden die Auswirkungen dieser Maßnahmen für Anwohner wie Straßennutzer betrachtet. Diese Verkehrsuntersuchung läuft im Rahmen der Vorplanung für die neue Südostumfahrung. Nur mit der Weiterführung der Südumgehung bis zur S 32 werden die Nossener Straße sowie der Meißner Platz vom Verkehr entlastet. Eine Verkehrsberuhigung der Königstraße durch die Südostumgehung ist allerdings nicht zu erwarten. Nach beiden Untersuchungen (bauliche Maßnahmen und Verkehrsuntersuchung), wird aufzuzeigen sein, welche Vorteile und Nachteile zu erwarten sind. Erst dann kann mit den Anwohnern tiefgründig beraten werden.

4. Wann werden mögliche bauliche Maßnahmen realisiert?
Antwort: Noch ist vollkommen offen, welche Vor- und Nachteile mögliche bauliche Maßnahmen für die Königstraße bringen würden. Daher kann kein Zeitraum für eine Realisierung genannt werden. Zuvor muss geklärt werden, ob die Überlegungen wirklich dazu führen werden, die Verringerung der Gefährdung zu erreichen. Eine Steigerung der Straßennutzung durch LKW´s aufgrund eines besseren Kreuzungsbereiches sollte nicht erreicht werden.


5. Warum wurden die Bürger, die die Petition gestellt haben, in diesem Zusammenhang anerkennend erwähnt?
Antwort: Wie bereits deutlich wurde, gibt es für das Verkehrsproblem der Königstraße keine einfache Lösungsmöglichkeit. Viele Behörden sind einbezogen und komplexe Zusammenhänge des Verkehrsrechts müssen beachtet werden. Aus diesem Grund ist es nur durch das gemeinsame Drängen von Bürgern und der Stadtverwaltung gelungen, auf die Problemlage aufmerksam zu machen. Die nun folgenden Schritte des Straßenbauamtes Meißen-Dresden dienen der Problemlösung. Ohne die Petition der Bürger wären wir noch lange nicht an dieser Stelle, obgleich auch die Forderungen der Bürger nicht so einfach umzusetzen sind. Ob wir schließlich wirklich zum Ziel kommen und einen Kompromiss aus den Wünschen der Antragsteller und den Anforderungen des Straßenverkehrs herausarbeiten können, werden wir sehen. Wichtig ist es, gemeinsam daran zu arbeiten und vor allem miteinander im Gespräch zu bleiben. Ohne weitere Abstimmungen mit den Anwohnern der Königstraße wird keine bauliche Maßnahme in Angriff genommen.



Dr. Anita Maaß                                             Silke Greulich
Bürgermeisterin                                          Schriftführerin Petition Königstraße




  

Eintrag vom 25.07.2011 09:33